Terra X – Faszination Universum – Die Reise zum Rand der Welt

Die Weiten des Universums scheinen grenzenlos. Die Unendlichkeit können wir mit unserem Verstand nicht erfassen. Gibt es vielleicht doch eine Grenze? Harald Lesch wagt den Blick zum Rand der Welt.

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Ein Kommentar

  1. FASZINATION UNIVERSUM

    Gedichte zu den Rätseln des Universums,
    über Raum und Zeit, nicht frei von Heiterkeit:

    DUNKLES UNIVERSUM

    Am Anfang war der Urknall,
    Um uns herum der Nachhall.
    Das Weltall in Expansion
    Milliarden Jahre nun schon.

    Es sind dabei die Galaxien
    Einander rasant zu entflie’n.
    Da ist keine Wende in Sicht,
    Irgendwann geht aus das Licht.

    Dunkle Materie ist rätselhaft,
    Dunkle Energie nicht minder.
    Das Wissen ist noch lückenhaft,
    Man kommt nicht recht dahinter.

    Es braucht wohl wieder ein Genie,
    Gar eine neue Theorie.
    Den Kosmos ganz zu versteh’n,
    Wird noch etwas Zeit vergeh’n.

    EINSTEIN RELATIV LYRISCH

    Zeit ist relativ,
    Man hat sie leider nie.
    Einstein forschte intensiv,
    Offenbarte sein Genie:
    Konstant das Tempo von Licht,
    Schneller geht es nunmal nicht.
    Ein weiteres Resultat: E = m c ²
    Er brachte die Raumzeit ins Spiel,
    Eine Feldgleichung war das Ziel.
    Masse krümmt umgebenden Raum –
    Revolutionäres war gedacht,
    Wissenschaft vorangebracht.

    DAD SCHWARZE LOCH

    Ein kosmisches Schwergewicht,
    Zu keiner Diät bereit;
    Sternenstaub das Hauptgericht,
    Verschmäht wird keine Mahlzeit.
    Die Materie superdicht,
    Stark verbogen die Raumzeit;
    Dem Monster entkommt kein Licht,
    Gefängnis für die Ewigkeit.
    Der Ereignishorizont ist Grenze,
    Dahinter ist einfach Sense.

    STERNENBETRACHTUNG

    Deklination und Rektaszension
    Bestimmen die Sternposition.
    Die Parallaxe indessen
    Hilft beim Entfernung messen.

    Wir sehen Sterne Blau und Rot,
    Neugeboren, auch kurz vorm Tod;
    Oder uns’rer Sonne ähnlich,
    Mittelalt und leuchtend gelblich.

    Da gibt es Riesen und Zwerge
    Verschiedenster Leuchtstärke;
    Solisten und Mehrfachsterne,
    Recht nah und in weiter Ferne.

    Sternenheimat sind Galaxien,
    Die mit ihnen durchs All zieh’n.
    Meist von Planeten umgeben,
    Gibt’s ohne Sterne kein Leben.

    STERNENSCHICKSAL

    Wasserstoff zu Helium
    Ist der Sterne Tonikum;
    Im Innern die Kernfusion
    Ist der Sterne Profession.
    Eruption und Protuberanz
    Sind nur oberflächlicher Tanz.

    Sterne sind bis zum Ende
    Geburtsort der Elemente.
    Nach dem Eisen letzter Gruß,
    Machen Sterne damit Schluss.
    Für Elemente superschwer
    Muss eine Supernova her.

    Sterne entsteh’n und vergeh’n,
    Das ist im All Normalgescheh’n.
    Der Mensch, ein Kind der Sterne,
    Betrachtet’s aus der Ferne.

    TEILCHENPHYSIK

    Ewig bleibt stehn keine Mauer,
    Nichts im Weltall ist von Dauer.
    So zerfällt nach einem Weilchen
    Auch noch das kleinste Teilchen.

    Nukleonen winzig klein,
    Der größte Galaxienverein;
    Was am Himmel sehen wir,
    Der Mensch und alles Getier –
    So schön auch der Bibelbericht,
    Einen Gott brauchte es dafür nicht.

    WELTALL – ERDE – MENSCH

    Am Anfang war der Urknall,
    Um uns herum der Nachhall.

    Eine Singularität macht Karriere,
    Die Materie in einem Punkt vereint.
    Ein großer Knall beendet die Leere,
    Das Duo Raum und Zeit erscheint.

    Der Materie Vielfalt fächert sich auf,
    Es bilden sich die Elemente.
    Sterne und Planeten entsteh’n zuhauf,
    Alles in Ausdehnung ohne Ende.

    Uns’re Galaxie ist eine von Milliarden,
    Ein Spiralsystem, keine Besonderheit.
    Die Erde hatte die besten Karten,
    Hier fand das Leben Geborgenheit.

    Aus toter Materie ging es hervor,
    Strebte hin zu höchster Komplexität.
    Die Evolution wirkt als ein Motor,
    Der einfach niemals ins Stocken gerät.

    Zahllose Arten entsteh’n und vergeh’n,
    Bevor der Mensch betritt die Szenerie.
    Auch ihn wird man nicht ewig hier seh’n,
    Das ist die kosmische Dramaturgie.

    DAS SCHWARZE LOCH – Maxiversion

    Es ist weder schwarz, noch ist es ein Loch,
    Man sieht das obskure Objekt einfach nicht;
    Der dichten Materie entkommt kein Licht.
    Über Einzelheiten rätselt man noch.

    Es hat zugelegt seit seinem Entsteh’n,
    Wird auch demnächst nicht auf Diät geh’n.
    Es will sich alles einverleiben,
    Wir sollten dem Monster fernbleiben.

    Im Zentrum der Galaxie zu Hause,
    Saugt es Material auf ohne Pause.
    Man nennt dieses hier supermassiv,
    Es ist trotz seiner Fülle recht aktiv.

    Es wird von Sternen rasant umkreist,
    Was uns seine Existenz beweist.
    Eine Strahlung, nach Hawking benannt,
    Beobachtet man an Loches Rand.

    Der Ereignishorizont ist Grenze,
    Dahinter ist einfach Sense.
    Verrinnen will dort keine Zeit,
    Gefängnis für die Ewigkeit.

    DER ROTE PLANET

    Wenn man so auf Mars schaut,
    Rostrot schimmert seine Haut.
    Der äußere Nachbar der Erde
    Ist ein ziemlich kalter Gefährte.
    Halb so groß, von ähnlicher Gestalt,
    Der Mensch will ihn besuchen bald.

    Der Planet ist mal nah, mal fern,
    Zieht exzentrisch um uns’ren Stern.
    Dünn ist seine Atmosphäre,
    Früher gab’s wohl sogar Meere.
    Vieles wird man noch ergründen,
    Vielleicht Lebensspuren finden.

    UNSER MOND

    Der Mond ist aufgegangen,
    Zeigt seine narbigen Wangen.
    Er erhellt uns die finst’re Nacht,
    Bis der neue Morgen erwacht.

    Der Erde treuer Begleiter
    Stimmt uns mal traurig, mal heiter;
    Berührt das menschliche Gemüt,
    Gebannt man ihm ins Antlitz sieht.

    Verliebte mögen den Mondschein,
    Sind mit sich und dem Mond allein.
    Mondsüchtige treibt er aufs Dach,
    Auch Tiere bleiben länger wach.

    Der Mond besitzt enorme Kraft,
    Womit er die Gezeiten schafft.
    Doch er zieht sich langsam zurück,
    Entfernt sich leider Stück um Stück.

    Ohne Mond kämen wir in Not,
    Er hält die Erdachse im Lot.
    Wir woll’n vor dem zu Bette geh’n,
    Nochmal hoch zu Frau Luna seh’n.

    MONDFINSTERNIS

    Großes Schauspiel am Himmelszelt,
    Auf den roten Mond blickt die Welt.
    Frau Luna schaut sehr finster drein,
    Im Erdschatten so ganz allein.

    Nun abgeschirmt vom Sonnenlicht,
    Verfinstert sich das Mondgesicht.
    Das ist nicht allzu oft der Fall,
    Zu sehen auch nicht überall.

    Nur bei Vollmond zu verfolgen,
    Wenn denn mitspielen die Wolken.
    Der Eklipse Faszination
    Erlagen Menschen immer schon.

    Es bringt die Himmelsmechanik
    Uns das Mondlicht bald zurück.
    Der Erde treuer Begleiter
    Kann blicken wieder heiter.

    SUPERMOND

    Der Mond über Haus und Wiese
    Zeigt sich heut’ als wahrer Riese,
    Als ob er uns in der Krise
    Hier unten nicht allein ließe.

    Lang genug hat man ihn verschont,
    Nun will man wieder hin zum Mond.
    Höchste Zeit, das ein Astronaut
    Mal wieder nach Frau Luna schaut.

    ERDAUFGANG

    Die Erde ist aufgegangen,
    Zeigt ihre bläulichen Wangen.
    Diesen Anblick, sehr ungewohnt,
    Genießen Menschen auf dem Mond.
    Ein solch grandioses Bild zu seh’n,
    Es würde uns das Herz aufgeh’n.

    Bald wird man wieder landen
    Auf uns’rem treuen Trabanten.
    Man wird gebannt zurückschauen
    Auf den Planeten, den Blauen.
    Beschützen wir uns’re Erde,
    Dass sie lang noch aufgeh’n werde.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Herzliche Grüße aus der Skatstadt

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